AyurvedaHerbst

Śarada Ritu

Herbst

22.08. – 21.10.

Der Herbst ist im Ayurveda eine Zeit des Übergangs. Während unser Körper noch Hitze aus dem Sommer gespeichert hat, werden die Tage und vor allem Nächte kühler, unsere Verdauungskraft steigt und wir haben wieder mehr Energie und Vitalität. Der Körper bereitet sich auf den Winter vor.

← Zurück zum Jahresrad

Hauptgericht

Kürbis-Risotto – wärmend und unkompliziert

Kürbis wird im Ayurveda gern gesehen. Mit seinem milden, süßlichen Geschmack ist er ein wunderbares Herbstgemüse. Warm und weich gekocht wirkt der Risotto wohltuend und nährend. Kurkuma, Ingwer und eine kleine Menge Gewürze geben dem Gericht Würze und Wärme. Etwas Zitronensaft bringt Frische und rundet den Geschmack ab.

  • Zubereitung45 Minuten
  • Portionen2

Zubereitung

  1. Ingwerwasser am besten schon mindestens 30 Minuten vorher herstellen (2-3 Scheiben Ingwer in einer Thermoskanne mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen)
  2. Zuerst den Kürbis gründlich waschen, putzen und klein würfeln (Hokkaido muss nicht geschält werden)
  3. den Risottoreis in etwas Ghee anbraten bis er duftet, bzw. glasig wird
  4. den Kürbis unterheben und Kurkuma zugeben, mit etwas Ingwerwasser ablöschen
  5. den Risotto köcheln lassen, und immer wieder Ingwerwasser „schlückchenweise“ dazugeben und rühren bis die Konsistenz „schlotzig“ wird
  6. mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken

Tipps

Insgesamt passt dieser Risotto für alle Konstitutionen gut. Kleine Anpassungen können für den Genuss hilfreich sein.

 

  • Vata: kann den Risotto so richtig cremig zubereiten, eventuell etwas mehr Ghee verwenden
  • Pitta: kann statt Pfeffer den langen Pfeffer (Pippali) wählen und sparsamer salzen und mit Ingwer und Zitronensaft zurückhaltender sein; Fenchel- oder Koriandersamen (gemörsert) passen als mildere Alternative; zudem freut es Pitta, wenn der Reis noch leicht bissfest ist.
  • Kapha: darf schärfer würzen, eventuell eine Prise Chili zugeben, dafür den Kürbisanteil etwas reduzieren, ebenso das Ghee

Weitere Fotos erscheinen hier

Weitere Fotos erscheinen hier

Beilage - Dip

Apfel-Dattel-Chutney

Die sechs Geschmacksrichtungen auf den Teller bringen

Ayurveda empfiehlt, die sechs Geschmacksrichtungen – süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb – möglichst abwechslungsreich in jede Mahlzeit einzubeziehen. Mit einem Chutney ist das besonders einfach: es ist schnell zubereitet, die Gewichtung einer Geschmacksrichtung lässt sich durch die Zutaten leicht steuern und es kann ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden und verschiedene Gerichte begleiten.

  • Zubereitung45 Minuten
  • Portionen2

Zubereitung

  1. Apfel in kleine Würfel schneiden, Zwiebel, Chili, Knoblauch sehr klein hacken
  2. Gewürze mörsern
  3. Ghee erhitzen und Gewürze anbraten
  4. Zwiebel reingeben, glasig werden lassen
  5. anschließend Knoblauch, Chili, Kurkuma, Apfel zugeben und schmoren lassen
  6. mit Apfelsaft ablöschen und köcheln lassen
  7. das Chutney sollte saftig werden und nicht suppig
  8. Abschmecken mit Salz, Süße, Zitrone
  9. frische Kräuter (bitter und zusammenziehend) ganz zum Schluss untermengen, wenn es schon etwas abgekühlt ist

Tipps

Mögliche Anpassungen an die verschiedenen Konstitutionen.

  • Vata: kann sanfter würzen, eine süße Apfelsorte wählen oder eine Dattel mehr nehmen
  • Pitta: sollte unbedingt frische Kräuter hinzufügen, wegen der Bitterstoffe, eventuell weniger Chili (Schärfe) verwenden und nicht zu sauer abschmecken
  • Kapha: darf schärfer würzen und gerne mehr frische Kräuter dazugeben, eventuell die Datteln reduzieren oder ganz weglassen

 

Beim Herstellen eines Chutneys darf man kreativ sein. Statt Äpfel könnte man hier auch Birnen verwenden; statt Datteln vielleicht Rosinen oder Feigen; statt Apfelsaft vielleicht Traubensaft; frische Kräuter wählt man nach Verfügbarkeit und Geschmack. Ein bisschen Ausprobieren und Experimentieren macht Spaß.

Weitere Fotos erscheinen hier

Weitere Fotos erscheinen hier